TEIL 3

Die unterschätzten Nebeneffekte beim Empfehlungsmarketing

Ein weiterer interessanter Punkt bei aktivem Empfehlungsmarketing (wenn es nach der Empfehlungspower-Methode umgesetzt wird) ist, dass durch das vorgeschaltete Einholen eines Kundenfeedbacks eine rasche Weiterentwicklung der eigenen Dienstleistungen und/oder Produkte möglich ist. Denn durch die aktive und zeitnahe Einholung von Kundenmeinungen erhält der Dienstleister kontinuierlich den (Kunden-) „Spiegel“ vorgehalten. Dieser Punkt klingt fast banal einfach und logisch, wird aber trotzdem nur von wenigen Dienstleistern umgesetzt. Wenn ich z.B. nur an die letzten Monate denke, wie selten ich als Kunde von Dienstleistern, wie z.B. Hotels, Restaurants und Friseur nach meiner Zufriedenheit gefragt wurde, dann sehe ich noch jede Menge ungenutztes Ideenpotential, welches Kunden gerne verschenken würden, wenn Sie nur danach gefragt werden würden. Hier können viele Firmen z.B. von Amazon lernen: Nach jedem Einkauf bekommt dort der Kunde ganz selbstverständlich die Möglichkeit ein Feedback zum Produkt und dem Bestellvorgang zu geben.
Das Resultat für Kunden ist (jenseits von einigen sehr fragwürdigen Managementmethoden dieses Konzerns), dass Amazon in Bezug auf Kundenorientierung inzwischen absolute Weltspitze ist.
Natürlich will nicht jeder Kunde auch ein Feedback geben. Deshalb sollte die Möglichkeit für Kunden eine Rückmeldung zu Produkt und Leistung zu geben, auch immer freundlich und mit dem Hinweis der Freiwilligkeit angeboten werden.

Besonders positive Feedbacks können dann als Basis für ein aktives Empfehlungsmarketing genutzt werden. Weniger zufriedene Kunden können helfen, das Angebot wieder etwas besser zu machen, damit die Wahrscheinlichkeit für Empfehlungen in Zukunft steigt.